Exotische Samen



Exotische Samen - die Anzucht exotischer Pflanzen aus Samen

Wer exotische Pflanzen kultivieren möchte, der sollte im Vorab daran denken, dass bei Weitem nicht alle Pflanzen ursprünglich gezüchtet wurden. Teilweise sind es wilde Pflanzen, bei denen das Saatgut nur sehr langsam beginnt zu keimen.
"... ein
faszinierendes
Hobby ... "

Manchmal beträgt die Keimzeit sogar ein Jahr oder noch länger. Dabei kann es passieren, dass einige exotische Samen gar nicht erst keimen, andere sehr schnell, so dass sich ein unregelmäßiges Wachstum aller Pflanzen ergibt. Es wird davon ausgegangen, dass die Keimfähigkeit exotischer Pflanzen maximal vierzig bis fünfzig Prozent beträgt. Zudem sind einige exotische Samen sehr hart, wie dies etwa bei verschiedenen Nüssen der Fall ist. Auch bei Palmen oder Strelitzien ist das der Fall. Die harten Schalen sollten also vorher behandelt werden. So ist das Anquellen im warmen Wasser durchaus hilfreich, dafür müssen rund drei bis vier Tage eingeplant werden. Dies ersetzt den natürlichen Verwitterungsprozess, der sonst in der Natur stattfindet und manchmal sogar Jahre dauern kann.

Exotische SamenDie Samenschale der exotischen Samen kann auch mechanisch angeritzt werden. Dafür wird der Samen vorsichtig angekratzt, zum Beispiel mit einer speziellen Schlüsselfeile. Dies wird so lange fortgeführt, bis ein kleiner weißer Punkt erkennbar wird. Dieser Ritz hilft dabei, dass das Wasser in den Samen eindringen kann. Danach kann der Prozess des Quellens in Gang gesetzt werden. Dafür wird der Samen in ein Gefäß gegeben, welches im Anschluss mit warmem Wasser gefüllt wird. Das Wasser sollte zwischen fünfzig und sechzig Grad Celsius betragen. Es darf aber auf keinen Fall kochen, dann wird der Samen abgetötet und kann nicht mehr keimen. Daher also lieber etwas kühleres Wasser verwenden. In den folgenden Tagen sollte das Wasser immer wieder erneuert werden. Dies wird rund drei bis vier Tage fortgeführt, danach kann das Ankeimen in Erde erfolgen.

Exotische Samen und exotische Zimmerpflanzen

Die Aussaat- bzw. Gartenerde darf kaum oder nur sehr wenig Dünger enthalten und sollte leicht vorgewärmt sein. Nun können die exotische Samen in die Erde gebracht werden oder besser gesagt, auf die Erde. Denn sie sollten nicht komplett mit Erde bedeckt werden, sondern nur leicht angedrückt werden. Nun wird die Erde gewässert.

Die Aussaat muss mit Glas oder Folie abgedeckt werden um die Luftfeuchtigkeit darunter zu erhöhen und eine konstante Temperatur zu erreichen, die höher liegt, als die normale Raumtemperatur. Pralle Sonne ist bei der Auswahl des Standortes für die Keimschale zu vermeiden, der Platz sollte aber warm sein. Circa zwanzig bis fünfundzwanzig Grad Celsius gelten als optimal für den Keimprozess exotischer Samen.

Die Luftfeuchtigkeit darf auch nicht zu hoch sein, daher sollte öfter mal die Folie oder das Glas angehoben werden um so den Luftaustausch zu ermöglichen. Es ist auch möglich, einige Lüftungsschlitze in der Abdeckung anzubringen und so für einen gleichmäßigen Luftaustausch zu sorgen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Lüftungsschlitze nicht zu groß sind um ein Auskühlen der Erde zu verhindern.

Exotische Pflanzen, wie z.B. die Gespensterpflanze oder den Schlafbaum selbst zu vermehren ist gar nicht so schwer, versuchen Sie es!



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