Die Alokasie (Alocasia sanderiana)

Die Alokasie (Alocasia sanderiana)Die Alokasie ist eine immergrüne tropische Pflanze, die mit ihren langen, metallisch glänzenden Blättern ein Blickfang im heimischen Wintergarten oder auf der Fensterbank ist. Das Tropengewächs zählt zu den dekorativsten Zierpflanzen und stellt bestimmte Anforderungen an Standort und Pflege.

Merkmale und Herkunft der Alokasie:

Die Alokasie ist eine Blattpflanze, deren charakteristisches Merkmal große, pfeilförmige Blätter sind. Die Oberfläche der tiefgrünen Blätter glänzt leicht metallisch und macht die Tropenpflanze zu einem Blickfang. Häufig sind die Blätter weiß-grün gemustert und mit zunehmendem Alter vergrößert sich die Blattgröße. Der Blütenstand besteht aus einem schlanken Hochblatt und einem Kolben mit einer gelblichen Färbung im oberen Bereich. Die Alokasie kommt in den tropischen Regionen Südostasiens und in den tropischen Regenwäldern im Osten Australiens vor. Die Hauptverbreitungsgebiete liegen auf den Philippinen, in Indonesien, Vietnam und Thailand.

Standort und Pflege:

Als Tropenpflanze stellt die Alokasie bestimmte Anforderungen an den Standort und die Pflege. Die Topfpflanzen lieben Wärme und am Standort müssen die Temperaturen im Sommer durchgängig bei mindestens 22 Grad liegen. Im Winter können die Werte auch bis auf 18 Grad absinken. Darüber hinaus benötigen die Pflanzen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Da dieses Klima in heimischen Breitengraden nur mit großem Aufwand künstlich erzeugt werden kann, müssen die Blätter täglich mit Wasser besprüht werden. Als Alternative leistet ein Luftbefeuchter gute Dienste. Der Standort sollte hell, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung gewählt werden. Regelmäßiges Gießen ist zu jeder Jahreszeit Voraussetzung für ein Gedeihen der Alokasie. Zwischen Mai und Oktober ist dem Gießwasser etwas Flüssigdünger hinzuzugeben.

Vermehrung der Alokasie:

Alokasien bilden einen Wurzelstock aus, der im Rahmen einer Umtopfaktion geteilt werden kann. Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen liegt im Spätwinter von Mitte Februar bis Ende März. Teile des Wurzelstocks werden beim Vermehren vom Stammgeflecht abgetrennt und waagerecht auf einem nährstoffhaltigen Torfboden vorgezogen. In der Wachstumsphase sind Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit erforderlich. Das zur Vermehrung vorgesehene Wurzelstück sollte nach Möglichkeit kleine Triebansätze besitzen. Die Anzucht erfolgt optimalerweise in einem beheizten Treibhaus. Zur Vermehrung über Alokasie-Samen wird das Saatgut in Anzuchterde eingebracht. Bei einer Temperatur von rund 25 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit keimen die Samen nach 3-6 Wochen. Während der Keimzeit muss die Erde stets feucht gehalten werden.

Schädlinge und Krankheiten:

Als tropische Pflanze ist die Alokasie an eine hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnt. Braune Ränder und Blattspitzen deuten in der Regel auf einen zu trockenen Standort hin. Eine weitere Ursache für die Verfärbungen an den Blättern kann eine unzureichende Bodenwärme sein. Kühlen die Wurzeln der Pflanze zu stark aus, reagiert das Gewächs mit einer unschönen Braunfärbung der Blätter. Zu den Schädlingen, die die Alokasie befallen können, gehören Wollläuse, Blattläuse und Spinnmilben. Ursache für das Auftreten der Schädlinge ist nahezu immer eine zu trockene Raumluft. Während Wollläuse gut sichtbar sind und mit einer Pinzette abgesammelt werden können, hilft bei einem Befall mit Blattläusen das Abwischen oder Besprühen der Blätter mit einer Spülmittellösung. Vergleichsweise häufig tritt ein Befall mit Spinnmilben auf. Die winzigen Spinnentiere besiedeln zuerst die Blattunterseiten. Als Gegenmaßnahme muss die Alokasie mit einem harten Wasserstrahl abgeduscht werden. Auf diese Weise reduziert sich der Befall um bis zu 90 Prozent.

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