Die Amaryllis

Die AmaryllisDie Amaryllis ist eine Zwiebelpflanze, die mit ihren prachtvollen Blüten farbige Akzente in der Wohnung setzt. Mehr als 600 Zuchtformen dieser dekorativen Exoten sind im Handel erhältlich.

Merkmale und Blütezeit:

Die Amaryllis ist eine schmuckvolle Blütenpflanze, die im Handel zumeist als Zwiebel angeboten wird. Aus der dicken Zwiebelknolle schiebt sich langsam ein zunächst blattloser Blütenschaft in die Höhe, der am Ende mehrere trichterförmige Blüten mit einer imposanten Strahlkraft ausbildet. In Abhängigkeit von der Art können die Blütenkelche einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen. Die schmalen Blätter werden erst nach der Blütenentwicklung ausgebildet. Die Farbe der Blüten variiert stark in Abhängigkeit von der jeweiligen Zuchtform. Das Farbspektrum reicht von Reinweiß über Pink, Gelb, Orange und Rot bis hin zu marmorierten und geflammten Blütenkelchen. Deutlich sichtbar sind die Staubgefäße, die aus dem Zentrum der Blüte in die Höhe ragen. Die Amaryllis ist in heimischen Breitengraden als Frühblüher beliebt. Einige Zwiebeln treiben auf der Fensterbank bereits im Spätwinter aus und verzaubern mit einem betörenden Duft und kräftigen Farben.

Standort für die Amaryllis:

Nachdem die Blütezeit beendet ist, sterben die Pflanzensprosse der Amaryllis allmählich ab und nur die Zwiebel überdauert die Zeit bis zur nächsten Vegetationsphase. Die Ruhezeit erstreckt sich von Anfang September bis Mitte Dezember. In dieser Phase wird die Zwiebel bei einer Temperatur von etwa 12-16 Grad gelagert. Während der Wachstumsphase, die etwa Mitte Dezember einsetzt, benötigt die Blütenpflanze einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung.

Gießen und Düngen:

In jeder Vegetationsphase der Amaryllis gelten andere Regeln für das Gießen. Während der Ruhepause wird die Zwiebel nicht gegossen. Die Wasserzufuhr wird erst gesteigert, wenn der dicke Blütenschaft eine Höhe von rund 10 cm erreicht hat. Wird mit dem Gießen zu früh begonnen, bildet die Amaryllis nur rudimentäre Blüten und dafür mehr Blätter aus. Sobald sich die ersten Blüten zeigen, benötigt die exotische Pflanze mehr Wasser und es kann gedüngt werden. Geeignet ist Flüssigdünger, der dem Gießwasser einmal wöchentlich beigemischt wird. Nach der Vegetationsphase werden vertrocknete Pflanzenteile entfernt und der Blütenschaft wird bis auf wenige Zentimeter abgeschnitten.

Vermehrung der Amaryllis:

Die Vermehrung der Amaryllis kann auf drei unterschiedlichen Wegen erfolgen. Bei der Vermehrung über Samen werden Samenkapseln der Blüten aus dem Blütenkelch herausgebrochen und schnellstmöglich ausgesät. Bis zur ersten Blüte können mehrere Jahre vergehen. Am einfachsten lassen sich die exotischen Pflanzen über Brutzwiebeln vermehren. Einige Arten bilden an den Seiten der Mutterzwiebel kleine Ableger aus, die nach dem Abösen in ein separates Pflanzgefäß gesetzt werden. Schwieriger ist die Vermehrung durch Teilung. Dabei wird die Zwiebel in mehrere gleich große Stücke mit einer Wurzelfläche zerschnitten, die anschließend in die Pflanzerde gesetzt und angegossen werden.

Schädlinge und Krankheiten

Die Amaryllis ist besonders anfällig für den sogenannten Roten Brenner. Dabei handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die häufig nach einem Befall mit Weichmilben auftritt. Klassische Symptome sind rostrote Flecken auf den Blüten, den Blättern und dem Schaft. In einem fortgeschrittenen Stadium wird die ganze Pflanze von diesen Flecken überzogen und die Zwiebel beginnt zu faulen. Im Anfangsstadium kann mit einem Pilzbekämpfungsmittel Abhilfe geschaffen werden. Schädlinge, die die Amaryllis befallen können, sind die Larven von Narzissenfliegen, Schildläuse, Weichhautmilben und die sogenannten Thripse.

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