Bromelien (Bromeliaceae)

Bromelien (Bromeliaceae)Bromelien gehören einer eigenständigen Pflanzenfamilie an und begeistern als Zimmerpflanze mit farbenprächtigen Blüten. Einziger Wermutstropfen: Bromelien blühen nur einmal in ihrem Leben.

Vorkommen und Merkmale von Bromelien:

Das Hauptverbreitungsgebiet von Bromeliengewächsen liegt in Mittel- und Südamerika. In Peru, Brasilien, Costa Rica und Kolumbien besiedeln die exotischen Pflanzen vorrangig die subtropischen und tropischen Regionen. Der bekannteste Vertreter aus der Familie der Bromelien ist die Ananas. Als Zimmerkultur erfreuen sich jedoch eher farbenprächtige Arten mit schmuckvollen Blüten großer Beliebtheit. Bromelien besitzen in heimischen Gefilden häufig lange, schwertförmige Blätter und haben keinen Stamm. Die Blüten und Früchte können in Abhängigkeit von der jeweiligen Art eine sehr unterschiedliche Form annehmen. Das Farbenspektrum variiert von dunklem Rot über Violett und Gelb bis hin zu Weißnuancen. Nach der Blüte stirbt die Mutterpflanze ab. Vorher kommt es artabhängig zur Bildung von Beeren oder Ablegern, die zur Vermehrung bzw. Neuaufzucht genutzt werden können.

Pflege und Standort:

Bromelien sind Wärme liebende Pflanzen und kommen mit den in mitteleuropäischen Breiten herrschenden Zimmertemperaturen gut zurecht. Der optimale Standort hängt von der Bromelienart ab. In ihrem natürlichen Lebensraum wachsen Bromelien meist im Schatten der Bäume und sollten aus diesem Grund nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Besonders viel Licht benötigen epiphytische Arten, die an ihren harten Blättern mit einer lederartigen Oberfläche zu erkennen sind. Die Zusammensetzung des Bodens oder Pflanzsubstrats richtet sich nach der Herkunft der Bromelien. Gewächse, deren natürlicher Lebensraum der Boden ist, bevorzugen eine Mischung aus lockerer Gartenerde und Torf. Grundsätzlich sollte der Boden kalkfrei und wasserdurchlässig sein. Gegossen werden Bromelien mit weichem, entkalktem Wasser, wobei das Wasser hauptsächlich in die trichterförmige Öffnung im Zentrum der Pflanze gefüllt wird. Diese dient als Wasserspeicher. Flüssigdünger wird dem Gießwasser nur in den Sommermonaten einmal in der Woche hinzugefügt.

Vermehren von Bromelien:

Die Vermehrung von Bromelien ist denkbar einfach und stellt auch für Laien kein Problem dar. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten: Aussaat, Vermehrung über Ableger und Vermehrung über Stecklinge. Die Vermehrung durch Ableger erfolgt nach dem Verblühen der Pflanze. Bromelien bilden nach der Blüte Jungpflanzen aus, die meist direkt an der Sprossachse der Mutterpflanze sprießen. Sobald die Jungpflanzen eine charakteristische Rosettenform erreicht haben, werden sie abgeschnitten und in ein Pflanzsubstrat gesetzt. Die Vermehrung über Stecklinge ist nur möglich, wenn die Pflanze Seitentriebe ausbildet. Die Sprossen werden mit einer Länge von rund 10 cm abgeschnitten und in die Erde gesteckt. Die Aussaat der Samen erfolgt idealerweise im Frühjahr.

Schädlinge und Krankheiten:

Die meisten Bromelien reagieren empfindlich auf eine zu trockene Umgebungsluft. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit kann es zu einer Verfärbung der Blätter und einem anschließenden Abfallen kommen. Auch ein Befall mit Schild- oder Wollläusen ist häufig auf eine unzureichende Luftfeuchtigkeit zurückzuführen. Typische Merkmale sind punktförmige Erhebungen auf den Blättern der Pflanze und klebrige Absonderungen auf der Blattoberfläche. Die Läuse können mit einem scharfkantigen Gegenstand von den Blättern geschabt werden. Als Alternative zu einem handelsüblichen Pflanzenschutzmittel haben sich natürliche Wirkstoffe wie Rapsöl bewährt, mit dem die Blätter der Bromelie besprüht werden. Viele Bromelienarten vertragen eine ganze Reihe von Pflanzenschutzmittel nicht und reagieren bei der Verwendung eines nicht geeigneten Mittels mit einem Abwerfen der Blätter.

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