Einblatt oder Spathiphyllum

Einblatt oder SpathiphyllumDas Einblatt oder Spathiphyllum ist eine tropische Pflanze, die sich wegen ihres langen Blütenstandes großer Beliebtheit als Zimmerpflanze erfreut. Als tropisches Gewächs bevorzugt das Einblatt eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine konstant hohe Umgebungstemperatur.

Vorkommen und Merkmale:

Das Einblatt ist in den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas sowie in einigen Regionen Südostasien beheimatet. Von der Gattung existieren rund 50 Arten weltweit, von denen einige als Zimmerpflanzen kultiviert wurden. Ein charakteristisches Merkmal des Einblatts sind die perlweißen Blütenscheiden mit dem gelblich gefärbten Blütenkolben im Zentrum. Der Blütenstand verharrt oft mehrere Wochen in seinem Zustand, wobei sich mit zunehmender Dauer das blendend weiße Hochblatt leicht grünlich verfärbt. Die großflächigen Blätter besitzen eine dunkelgrüne Färbung und glänzen leicht metallisch. Deutlich ist die ausgeprägte Mittelrippe zu erkennen. Die Blätter sitzen an der Spitze langer Stiele und können bis zu 20 cm lang werden.

Standort und Pflege:

Beim Einblatt oder Spathiphyllum handelt es sich um ein klassisches Tropengewächs, das eine hohe Luftfeuchtigkeit und gleichbleibend hohe Temperaturen gewöhnt ist. Im heimischen Wohnzimmer oder Wintergarten platzieren Sie die dekorative Pflanze an einem halbschattigen Ort, wo längere direkte Sonneneinstrahlung vermieden wird. Auch ein reiner Schattenplatz ist ein geeigneter Standort für das Einblatt. Vom Frühjahr bis zu Herbst sollte die Umgebungstemperatur nicht unter 22 Grad absinken. Darüber hinaus benötigt das Einblatt eine hohe Luftfeuchtigkeit, die mit einem Luftbefeuchter erzeugt werden kann. Wichtig ist, dass die Erde niemals austrocknet und gleichmäßig feucht gehalten wird. Im Sommer wird in einem 14-tägigen Rhythmus gedüngt, wobei der Dünger auf die feuchte Erde aufgebracht wird. Das Umtopfen erfolgt im Frühling, wobei der Boden des Pflanzgefäßes mit einer Drainageschicht aus Scherben oder Kies ausgelegt werden sollte.

Vermehrung des Einblatts:

Das Einblatt bildet mit zunehmendem Alter einen kräftigen Wurzelstock aus, der für die Vermehrung der Pflanze genutzt wird. Zu diesem Zweck wird der Wurzelstock mit einem scharfen Messer geteilt. Dabei ist darauf zu achten, dass an jedem Stück Wurzelballen junge Triebe zu erkennen sind. Idealerweise erfolgt die Teilung des Wurzelstocks während des Umtopfens der Pflanze im Frühjahr. Die einzelnen Teilstücke werden in separaten Pflanzgefäßen in Blumenerde gepflanzt und kräftig angegossen. In den ersten drei Monaten nach der Teilung sollte auf zusätzliche Nährstoffzufuhr durch Düngen verzichtet werden. Spathiphyllum kann auch mithilfe von Samen aufgezogen werden. Allerdings ist diese Form der Anzucht schwierig, da das Saatgut eine konstante Temperatur von 25 Grad zum Keimen benötigt.

Schädlinge und Krankheiten:

Die dekorativen Topfpflanzen sind sehr widerstandsfähig und vergleichsweise unanfällig für Krankheiten. Staunässe ist zu vermeiden, da ein hoher Wasserstand im Pflanzgefäß zur Wurzelfäulnis führen kann. Bräunlich verfärbte Blattspitzen deuten in der Regel auf zu trockene Luft am Standort hin. Zeigen sich auf den Blattoberflächen braune Punkte, ist dies ein Zeichen für eine Überdüngung. In diesem Fall ist ein sofortiges Umtopfen des Einblatts erforderlich. Spinnmilben und Wollläuse zählen zu den am häufigsten auftretenden Schädlingen, von denen die tropischen Gewächse gelegentlich befallen werden. Gründliches Abduschen der Ober- und Unterseite der Blätter ist in diesem Fall geboten. Durch den Einsatz von speziellen Pflanzenschutzmitteln wird ein Übergreifen des Befalls auf andere Zimmerpflanzen verhindert.

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