Die Engelstrompeten (Brugmansia)

Die Engelstrompeten (Brugmansia)Engelstrompeten sind mit ihren bis zu 30 cm langen Blüten ein Blickfang im Garten und auf der Terrasse. Die üppig wachsenden Kübelpflanzen stammen aus dem Hochland der südamerikanischen Anden und gehören zur Familie der Nachtschattengewächse.

Herkunft und Merkmale von Engelstrompeten:

Die Heimat der Engelstrompeten ist Südamerika. Dort gedeihen die Pflanzen mit den auffälligen trompetenförmigen Blüten im Bergland der Anden. Sie kommen sowohl auf Meereshöhenniveau als auch in Höhenlagen von bis zu 3.000 m vor. In heimischen Breitengraden sind Engelstrompeten beliebte Kübelpflanzen, die eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Die großen Blätter werden bis zu 23 cm lang. Bemerkenswert sind die prächtigen Blüten mit ihrer charakteristischen Trompetenform. Die Farben variieren von leuchtend rot, über orange und gelblich bis hin zu einem blendenden Weiß. An warmen Sommertagen verströmen sie einen betörenden Duft.

Engelstrompeten sind Giftpflanzen:

Das dekorative Aussehen blühender Engelstrompeten täuscht leicht darüber hinweg, dass es sich bei den Gewächsen um Giftpflanzen handelt. Sie enthalten die Alkaloide Hyoscyamin und Scopolamin. Bereits eine Berührung der Pflanze kann zu Vergiftungserscheinungen führen, wenn mit der Hand anschließend in den Augen gerieben wird. Der Verzehr von Pflanzenteilen kann zu Durchfall, Erbrechen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Standort und Pflege:

Engelstrompeten sind frostempfindlich und sollten aus diesem Grund nur als Kübelpflanzen gehalten werden. Im Sommer bevorzugen sie einen sonnigen windgeschützten Platz auf der Terrasse oder im Garten. Die Pflanzen überwintern am besten an einem hellen Standort bei einer Temperatur von rund 10 Grad. Nach Möglichkeit sollten die Werte während der Wachstumspause nicht die 15-Grad-Marke überschreiten. In der Wachstumsphase ab dem Frühjahr müssen Engelstrompeten regelmäßig gegossen und ein- bis zweimal wöchentlich gedüngt werden. Da sich das Wurzelwerk der Pflanze in der Wachstumsperiode stark ausbreitet, ist ein regelmäßiges Umtopfen unumgänglich. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Frühling, wenn die Engelstrompeten neue Triebe bilden.

Vermehrung von Engelstrompeten:

Die Vermehrung der Blütenpflanzen erfolgt entweder über Samen oder über Stecklinge. Etwa fünf Monate nach der Blüte entstehen Fruchtkapseln mit Samenpäckchen. Die einzelnen Samen werden ca. zwei Tage lang zum Aufquellen gewässert, bevor sie in die Erde gesteckt werden. Bereits nach wenigen Tagen zeigen sich erste junge Triebe. Deutlich weniger aufwendig ist die Vermehrung über Stecklinge. Zu diesem Zwecke werden leicht verholzte Triebe mit Blättern abgeschnitten und einfach in das Erdreich gesteckt. Werden die Stecklinge regelmäßig gut gewässert, schlagen nach kurzer Zeit Wurzeln aus. Anschließend können die neuen Pflanzen in ein Pflanzgefäß umgetopft werden.

Schädlinge und Krankheiten

Engelstrompeten sind häufig vom Befall mit Spinnmilben betroffen. Prophylaktisch sollten die Pflanzen täglich mit Wasser besprüht werden, da die kleinen Spinnentiere keine Feuchtigkeit mögen. Bei starkem Befall hilft Pflanzenspray auf der Basis von Pyrethrum. Im Außenbereich können Schädlinge wie Raupen, Blattwanzen und Schnecken die Pflanze schädigen. Das regelmäßige Einsammeln der Schädlinge ist unumgänglich. Verkrüppelte und zusammengezogene Blätter deuten auf einen Befall mit Blattläusen hin. Ist die Pflanze stark betroffen, schafft ein geeignetes Pflanzenschutzspray Abhilfe. Grundsätzlich muss darauf geachtet werden, dass Engelstrompeten nicht in einem zu warmen Raum überwintern. Die Pflanzen schießen ansonsten in die Höhe, wobei nur dünne Triebe ausgebildet werden.

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