Erdbeerbaum (Arbutus)

Erdbeerbaum (Arbutus)Der Erdbeerbaum ist eine dekorative Kübelpflanze, die in den mediterranen Regionen rund um das Mittelmeer beheimatet ist. Die orange-roten Früchte der exotischen Pflanze sind essbar.

Vorkommen und Merkmale:

Der Erdbeerbaum ist eine mediterrane Pflanze, deren Verbreitungsgebiet sich von den immergrünen Wäldern des Mittelmeerraumes bis an die Atlantikküste und nach Südengland erstreckt. Auf Sardinien, Korsika oder in Portugal wächst der Erdbeerbaum nicht selten an Straßenrändern. In heimischen Breitengraden erreicht die baum- oder strauchartige Pflanze eine Wuchshöhe von 2-3 m, seltener bis zu 5 m. Die immergrünen Blätter besitzen die Form einer Ellipse und werden bis zu 11 cm lang. Der Erdbeerbaum ist ein Winterblüher. Zwischen Oktober und Dezember bildet er weiße, glockenförmige Blüten aus, aus denen sich nach der Bestäubung orange-rote Früchte entwickeln, die in ihrer Form an Erdbeeren erinnern. Sie besitzen eine leicht mehlige Konsistenz, sind essbar und schmecken leicht süßlich. Im Garten und auf der Terrasse besticht der Erdbeerbaum mit seinem dekorativen Erscheinungsbild.

Standort und Pflege des Erdbeerbaumes:

Der Erdbeerbaum ist vergleichsweise anspruchslos. Die mediterranen Pflanzen bevorzugen sandige, lehmdurchsetzte Böden, die über eine gute Wasserdurchlässigkeit verfügen sollten. An einem sonnigen Standort gedeiht der Erdbeerbaum am besten, toleriert aber auch Standorte im Schatten und Halbschatten. Junge Pflanzen sollten im Kübel angezogen werden. Ältere Exemplare tolerieren auch Frost und gedeihen in klimatisch begünstigten Regionen an einem windgeschützten Platz im Außenbereich. Allerdings können mäßig starke Fröste von mehr als -15 Grad Schäden am ungeschützten Holz verursachen. Im Sommer wird der Boden leicht feucht gehalten, wobei keine Staunässe entstehen darf. Auch längere Trockenperioden übersteht der anspruchslose Erdbeerbaum problemlos. Der Nährstoffbedarf hält sich in Grenzen und als Dünger eignet sich Komposterde aus dem Garten.

Anzucht des Erdbeerbaumes:

Die Anzucht des Erdbeerbaumes erfolgt idealerweise aus Samen. Auf diese Weise passt sich die exotische Pflanze besser an die klimatischen Bedingungen am späteren Standort an. Erdbeerbäume, die in einem Anzuchtbetrieb im Mittelmeerraum herangewachsen sind, kommen mit den klimatischen Gegebenheiten nördlich der Alpen tendenziell schlechter zurecht. Die Samen sollten nach dem Kauf 4-5 Tage in handwarmem Wasser aufquellen, bevor sie auf das Anzuchtsubstrat gelegt werden. Die Pflanzen sind sogenannte Lichtkeimer und die Samen werden nicht in die Erde gesteckt. Ein schattiger Standort auf der Fensterbank bei einer konstanten Umgebungstemperatur oberhalb der 20-Grad-Marke eignet sich am besten zur Anzucht. Anschließend ist Geduld gefragt: Erst nach 2-3 Monaten entwickelt sich das Saatgut zu Keimlingen, aus denen anschließend Jungpflanzen werden.

Überwintern des Erdbeerbaumes:

Erdbeerbäume vertragen je nach Herkunft frostige Temperaturen von bis zu -15 Grad. Das Überwintern im Freiland ist in heimischen Breitengraden immer mit dem Risiko verbunden, dass die mediterranen Pflanzen aufgrund noch tieferer Temperaturen dauerhaften Schaden nehmen. Die besten Chancen auf eine erfolgreiche Überwinterung im Garten bestehen an einem windgeschützten, sonnigen Standort an einer Hauswand. Jungpflanzen dürfen generell nicht im Freien überwintern. Als Kübelpflanze überwintert der Erdbeerbaum idealerweise an einem hellen Standort bei einer Temperatur von rund 10 Grad. Ein ungeheiztes Treppenhaus, ein Keller mit Fenstern oder ein Wintergarten eignen sich dafür hervorragend. Während der Wintermonate sollte der Erdbeerbaum nur wenig gegossen werden und auf die Düngung ist komplett zu verzichten.

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