Fackellilie (Kniphofia)

Fackellilie (Kniphofia)Die Fackellilie ist eine krautige Pflanze, die zur Familie der Affodillgewächse gehört und vorwiegend im südlichen Afrika beheimatet ist. Die zweifarbigen Blüten mit der feuerroten Spitze machen die Fackellilie zu einer äußerst dekorativen Gartenpflanze.

Herkunft und Merkmale der Fackellilie:

Die dekorative Fackellilie mit ihren leuchtenden Blüten stammt ursprünglich aus Afrika. Die meisten der etwa 70 Arten sind in Südafrika beheimatet. Darüber hinaus kommt die exotische Pflanze in Kenia, Tansania, auf Madagaskar und im Süden der Arabischen Halbinsel vor. Fackellilien sind immergrüne Pflanzen, die eine Wuchshöhe zwischen 70 und 150 cm erreichen. Die Blätter sind schilfartig und besitzen eine schmale längliche Form. Hervorstechendes Merkmal sind die farbenprächtigen Blüten. Bei den meisten Arten sind sie im oberen Bereich scharlachrot gefärbt und haben im unteren Bereich eine orange-gelbe Färbung. Seltener sind Blütenfackeln mit grünlicher oder weißlicher Färbung. Die Blütenkolben sitzen auf einem bis zu 50 cm langen kräftigen Stiel und setzen von Juni bis Oktober einen farbigen Akzent im Garten.

Standort und Pflege:

Fackellilien bevorzugen einen sonnigen, windgeschützten Standort und einen wasserdurchlässigen Boden. Ein hoher Sand- und Kalkanteil stellt kein Problem dar. Die exotischen Pflanzen müssen während der Wachstumsphase im Frühling und Sommer regelmäßig gegossen werden. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass keine Staunässe entsteht, die zur Wurzelfäule führen kann. Idealerweise werden Fackellilien in den frühen Morgenstunden oder am Abend gegossen, da Wassertröpfchen auf den Blättern bei intensiver Sonneneinstrahlung zu Verbrennungen führen können. Die Düngung erfolgt mit Komposterde, die im Frühjahr unter den Boden gegraben wird. Fackellilien sind frostempfindlich. Im Winter schützt eine Laubschicht, Tannenreisig oder ein luftdurchlässiges Vlies die Pflanzen vor niedrigen Temperaturen. Äußerst sensibel reagieren die exotischen Pflanzen auf Staunässe im Winter. Der Standort sollte aus diesem Grund trocken und sonnig sein.

Vermehrung von Fackellilien:

Die Vermehrung von Fackellilien erfolgt entweder durch die Aussaat von Saatgut oder durch Teilung. Die Aussaat kann vom Frühjahr bis zum Herbst in einem Anzuchtgefäß mit sandigem, leicht humushaltigem Substrat erfolgen. Bei einer Umgebungstemperatur von mehr als 20 Grad keimen die Samen nach 1-2 Wochen. In dieser Zeit muss das Pflanzsubstrat stets feucht gehalten werden. Nachdem sich einzelne Blätter gebildet haben, werden die Keimlinge umgetopft. Das Auspflanzen in den Garten erfolgt im darauffolgenden Frühjahr. Ausgewachsene Pflanzen können einfach durch Teilung vermehrt werden. Dabei wird der ausgeprägte Wurzelstock mit einem scharfen Messer zerteilt. Die einzelnen Stücke werden an einem neuen Standort in den Boden gesetzt und angegossen.

Schädlinge und Krankheiten:

Fackellilien werden gern von Schnecken angefressen. Fraßspuren an den Blättern deuten auf einen Befall hin. Im Gegensatz zu Milben und anderen Kleinstschädlingen können Schnecken einfach abgesammelt werden. Eine weitere Gefahr geht von den sogenannten Thripsen aus. Die Insekten sind auch unter der Bezeichnung Fransenflügler bekannt. Ein Befall der Fackellilien ist an kleinen silbrigen Flecken auf der Blattoberfläche zu erkennen. Darüber hinaus deuten winzige braune Pünktchen an der Blattunterseite auf den Schädling hin. Blumenwanzen und Florfliegen gehören zu den natürlichen Feinden der Fransenflügler. Bei einem starken Befall schafft ein handelsübliches Pflanzenschutzmittel Abhilfe. Bewährt hat sich auch das Besprühen der Pflanzen mit einem Sud aus Zwiebeln, Knoblauch und Brennnesseln.

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