Schwarze Fledermausblume (Tacca chantrieri)

Schwarze Fledermausblume (Tacca chantrieri)Die Schwarze Fledermausblume ist eine außergewöhnliche exotische Pflanze, deren braunviolette Blüte mit ihren langen Bartfäden an die Form einer Fledermaus erinnert. Die mehrjährige Zierpflanze ist in den Tropenregionen Südostasiens beheimatet.

Verbreitungsgebiet und Merkmale:

Das Verbreitungsgebiet der Schwarzen Fledermausblume erstreckt sich von den tropischen Regenwäldern Vietnams bis in die subtropischen Klimaregionen Chinas. Große Vorkommen befinden sich in Thailand, Bangladesch, Laos und Burma. Darüber hinaus ist die exotische Pflanze auch in einigen Regionen Indiens anzutreffen. Ihr bevorzugter Lebensraum sind Höhenlagen zwischen 200 und 1.200 m, wo sie an feuchten Standorten in Flusstälern und Wäldern gedeiht. Die krautige Schwarze Fledermausblume besitzt breite Laubblätter und erreicht eine Wuchshöhe von 80 bis 100 cm. Ein charakteristisches Merkmal ist die meist braunviolette Blüte mit den imposanten Bartfäden. Sie können eine Länge von bis zu 40 cm erreichen. Optisch erinnert die Blüte stark an eine Fledermaus, was letztendlich ausschlaggebend für die Namensfindung war.

Pflege und Standort :

Die Schwarze Fledermausblume ist ein tropisches Gewächs und benötigt entsprechende klimatische Bedingungen zum Gedeihen. Die Exoten benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine konstante Umgebungstemperatur von 23-25 Grad. Am besten lassen sich die natürlichen Lebensbedingungen in einem feuchten Gewächshaus oder in einer beheizten Pflanzenvitrine simulieren. Optimal ist ein Standort im Halbschatten. Eine lockere, humushaltige Erde mit Kokosfasern eignet sich am besten als Pflanzsubstrat. Die Schwarze Fledermausblume benötigt in der Wachstumsphase zwischen Mai und Oktober viel Wasser. An Standorten mit unzureichend hoher Luftfeuchtigkeit müssen die Blätter regelmäßig mit Wasser besprüht werden. Staunässe im Pflanzgefäß ist trotz des erhöhten Wasserbedarfs zu vermeiden. Gedüngt werden die exotischen Tropenpflanzen in einem dreiwöchigen Rhythmus, wobei handelsüblicher Pflanzendünger verwendet werden kann.

Anzucht und Vermehrung der Schwarzen Fledermausblume:

Die Samen der Schwarzen Fledermausblume sind im Handel erhältlich und die Anzucht ist das ganze Jahr über möglich. Die Samen werden auf dem Anzuchtsubstrat verteilt und mit einer dünnen Erdschicht bedeckt. Regelmäßiges Gießen und eine Umgebungstemperatur von 25 Grad vorausgesetzt, zeigen sich nach 4-6 Wochen die ersten Sprösslinge. Aufgrund des langsamen Wuchses erfolgt die Aussortierung der Jungpflanzen erst nach weiteren 6-8 Wochen. Handelsübliche Orchideenerde, die mit etwas Torf vermengt wird, eignet sich gut zur Anzucht der Jungpflanzen. Ausgewachsene Fledermausblumen können über eine Teilung des Wurzelballens vermehrt werden. Der optimale Zeitpunkt dafür liegt im Frühjahr. Zu diesem Zweck werden die Pflanzen komplett zurückgeschnitten und der Wurzelballen wird mit einem scharfen Messer geteilt.

Krankheiten und Schädlinge:

Die Schwarze Fledermausblume ist vergleichsweise resistent gegen Krankheiten und Schädlingsbefall. Gefährdet sind vor allem die Wurzeln bei einer zu starken Wässerung der Pflanzen. Stehen die Wurzelballen dauerhaft im Wasser, setzt unter Umständen Wurzelfäule ein und die Pflanzen gehen ein. Im Spätherbst färben sich die Blätter der Schwarzen Fledermausblume häufig bräunlich. Jetzt können sie zurückgeschnitten werden. Im Frühjahr treibt die Pflanze neu aus. Durch ein regelmäßiges Besprühen mit Wasser kann dieser Prozess unterbrochen werden. Verfügt die Luft über genügend Feuchtigkeit, bleiben die Blätter ganzjährig grün. Im Winter darf die Umgebungstemperatur auf Werte zwischen 16 und 18 Grad absinken. Der Wasserbedarf ist deutlich geringer als in der Wachstumsphase und auf das Düngen kann in dieser Periode gänzlich verzichtet werden.

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