Gespensterpflanze (Aristolochia)

Gespensterpflanze (Aristolochia)Die Gespensterpflanze gehört zur Abteilung der Bedecktsamer und zur Klasse der Einfurchenpollen - Zweikeimblättrigen. Sie gehört zur Gattung der Pfeifenblumen und trägt auch den Namen Pfeifenwinde oder Pfeifenblume.

Die Gespensterpflanze stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika sowie aus Brasilien und Mexiko. Die Blütezeit der Gespensterpflanze liegt in den Monaten von Juli bis September. Häufig in Kultur befindet sich die Gespensterpflanze vor allem deshalb, weil sie wunderschöne herzförmige Blätter besitzt und ungewöhnlich geformte Blüten. Sie kommt mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen klar und ist daher einfach zu halten. Die Blüten werden in den Blattachseln einzeln gebildet. Die Hüllblätter der Blüten sind zu einer Röhre verwachsen und die Blüten haben einen ganz besonderen Mechanismus zur Bestäubung. Sie duften sehr stark, damit sie Insekten damit anlocken können. Der innere Bereich der Blütenröhre ist mit kleinen Haaren versehen, so können Insekten, die erst einmal in die Blüte hinein gelangt sind, erst wieder herauskrabbeln, wenn sie mit Pollen ganz und gar bedeckt sind.

Standort und Pflege der Gespensterpflanze:

In der Wohnung kann die Gespensterpflanze genauso gehalten werden, wie draußen im Freien. Sie mag einen warmen und hellen Standort, aber keine direkte Sonne. Das gilt auch, wenn sie draußen, zum Beispiel auf der Terrasse stehen soll. Hier ist ein halbschattiges Plätzchen am besten geeignet, die Früh- oder Abendsonne ist den Gespensterpflanzen stets willkommen. Ein Schutz vor Wind sollte gegeben sein. Zum Überwintern mag es die Gespensterpflanze sehr hell, aber kühler. Geeignet ist ein Standort, an dem es nicht wärmer wird als zehn bis fünfzehn Grad Celsius. Zum Eintopfen der Gespensterpflanze wird ein humusreiches Substrat verwendet, es kann auch mit Perlite angereichert werden. Allerdings sollte keine reine Komposterde verwendet werden, dann ist die Nährstoffdichte zu groß. Ein Vermischen mit Mutterboden ist hier empfehlenswert. Gegossen wird mit kalkarmem Wasser, Regenwasser ist besonders geeignet. Allerdings ist die Gespensterpflanze was das angeht, nicht so anspruchsvoll, wie viele andere Pflanzen, auch Leitungswasser ist genehm. Im Sommer soll die Gespensterpflanze feucht gehalten werden, allerdings darf die Erde nicht nass sein. Auch ein Ansprühen der Blätter ist empfehlenswert. Im Winter darf sie weniger gegossen werden, die Erde darf aber nicht komplett austrocknen. Gedüngt wird in der Wachstumsphase, also im Frühjahr und im Sommer. Alle vierzehn Tage sollte Dünger gegeben werden. Übrigens benötigt die Pflanze ein Rankgitter zum Wachsen oder ein Gerüst.

Krankheiten und Schädlinge der Gespensterpflanze:

Bei zu trockener Raumluft kann es zum Befall mit Spinnmilben oder Blattläusen kommen. Ein Abwaschen mit Seifenlauge kann ausreichend sein, andernfalls gibt es im Handel entsprechende Insektizide. Verschiedene Krankheiten können die Gespensterpflanze befallen. So zeigen gelbe, braune und vertrocknete Blätter, dass ein Befall mit Spinnmilden vorliegt. Das Braunfärben der Blätter kann ein Hinweis auf zu niedrige Luftfeuchtigkeit sein, regelmäßiges Besprühen der Pflanze hilft, auch ein Standortwechsel kann sinnvoll sein. Der Wechseln von drinnen nach draußen reicht oftmals schon aus. Fallen die Blätter im Winter ab, so ist das normal, sie wachsen im nächsten Frühling wieder nach.

Vermehrung der Gespensterpflanze:

Die Gespensterpflanze kann sehr einfach vermehrt werden. Dafür werden einfach Stecklinge verwendet. Diese werden in einen eigenen Topf mit Erde gesetzt und bewurzeln in kurzer Zeit schon. Hier zeigt sich wieder die Anspruchslosigkeit der Gespensterpflanze. Auch das Vermehren über Samen ist möglich. Die Aussaat sollte nur mit sehr frischen Samen vorgenommen werden, denn alte Samen bringen ein schlechtes Ergebnis beim Keimen oder sie keimen gar nicht mehr. Vorgekeimt werden kann auf einer Pflanzschale, die feucht gehalten werden und an einen warmen Standort gebracht werden muss. Die angekeimten Samen können in Töpfe gebracht werden. Oder es wird gleich in Töpfen angekeimt, wobei die Erde stets feucht sein muss, aber nicht zu nass sein darf. Ansonsten besteht die Gefahr des Faulens.

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