Haemanthus, Amaryllis

Haemanthus, AmaryllisUnter dem Begriff Haemanthus werden verschiedene Amaryllisgewächse zusammengefasst, die in ihrer kurzen Blütephase prächtige Blütenstände in Kugelform ausbilden. Weiter Bezeichnungen für einige Vertreter der Gattung Haemanthus sind Blutblume, Feuerball und Elefantenohr.

Haemanthus: Charakteristische Merkmale:

Trotz der exotischen Blütenpracht sind Amaryllisgewächse der Gattung Haemanthus noch kein Dauergast auf mitteleuropäischen Fensterbänken. Die Pflanzen bilden in der Wachstumsphase einen kräftigen Blütenschaft aus, der sich aus der Zwiebel emporreckt und an der Spitze eine doldenartige Blüte ausbildet. Die Blütenformen variieren von Art zu Art. Die Blüten einiger Gewächse der Gattung Haemanthus sind nahezu kugelrund, andere spreizen ihre Blüten weit auseinander und ihr Aussehen erinnert an einen Sternenregen. Die Farben variieren von Weiß über Rosa bis zu einem kräftigen Rot. Ausgewachsene Pflanzen bilden meist 2-4 flache, fleischige Laubblätter aus, die bei einigen Arten eine behaarte Oberfläche besitzen. Im Winter legen Pflanzen der Gattung Haemanthus eine Vegetationspause ein.

Haemanthus-Arten:

Im Handel sind die Zwiebeln verschiedener Haemanthus-Arten erhältlich. Haemanthus katherinae ist ein Amaryllisgewächs mit meist scharlachroten Blüten, das den ganzen Sommer über grün bleibt. Die fleischigen Laubblätter bildet die Pflanze nahezu zeitgleich mit der Blüte aus. Die Sorte Haemanthus multiflorus blüht bereits im zeitigen Frühjahr und die Blätter zeigen sich erst, nachdem die Blüten voll ausgebildet sind. Ein typischer Vertreter der Art Haemanthus albiflos ist das Elefantenohr. Die Pflanzen blühen in den Sommermonaten zwischen Juli und September.

Standort und Pflege:

Haemanthus benötigen in der Vegetationsphase einen hellen Standort. Optimal geeignet ist ein Platz auf der Fensterbank an einem Fenster mit östlicher oder westlicher Ausrichtung. Ausgewachsene Pflanzen können den Sommer auch im Freien verbringen und in den Garten ausgepflanzt werden. In der Ruhephase vom Herbst bis zum Spätwinter sollten die Blütengewächse kühl stehen und bei Temperaturen zwischen 12 und 16 Grad überwintern. Die Erde muss nur etwas feucht gehalten werden und darf nicht vollständig austrocknen. Mit Beginn der Wachstumsphase steigt der Wasserbedarf der Amaryllisgewächse. Einmal wöchentlich wird dem Gießwasser etwas Flüssigdünger beigemischt.

Vermehrung durch Brutzwiebeln

Haemanthus gehören zu den Amaryllispflanzen, die an der Mutterzwiebel kleine Ableger ausbilden, die zur Vermehrung der prächtigen Blütenpflanzen genutzt werden können. Diese sogenannten Brutzwiebeln werden beim Umtopfen vorsichtig von der Mutterzwiebel gelöst und in ein separates Pflanzgefäß gesetzt. Ein Angießen ist in den ersten Tagen nicht erforderlich. Die Anzucht über Brutzwiebeln ist zwar einfach, allerdings erfordert dieser Prozess Geduld. Bis die jungen Zwiebeln die ersten Blüten ausbilden, können mehrere Jahre vergehen.

Krankheiten und Schädlinge

Ein modriger Geruch deutet auf einen einsetzenden Fäulnisprozess hin, der verschiedene Ursachen haben kann. Zum einen kann Staunässe zu einem Faulen der Zwiebel führen. In diesem Fall ist die Pflanze meist nicht mehr zu retten. Auf der anderen Seite kann eine Pilzerkrankung mit dem Namen „Roter Renner“ zu einem Absterben der Zwiebel führen. Anzeichen für die Krankheit sind rost- bis kupferrote Flecken auf allen Pflanzenteilen. Im Anfangsstadium wird die Pilzerkrankung wirkungsvoll mit einem entsprechenden Präparat bekämpft. Im Winter fördert eine trockene Umgebungsluft den Befall mit Spinnmilben. Silbrige Punkte auf den Blättern weisen auf den Schädling hin. Eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit durch das Aufstellen eines Verdunsters oder ein regelmäßiges Besprühen der Blätter ist eine geeignete Maßnahme, um dem Schädlingsbefall vorzubeugen.

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