Leuchterblume (Ceropegia)

Leuchterblume (Ceropegia)Die Leuchterblume ist eine immergrüne exotische Pflanze, die in zahlreichen Regionen der Erde vorkommt. Mit ihren langen Trieben, den marmorierten Blättern und den lampionartigen Blüten ist die Leuchterblume eine äußerst dekorative Zimmerpflanze.

Vorkommen und Merkmale:

Die Leuchterblume ist ursprünglich in den tropischen Regionen Südostasiens und Afrikas beheimatet, besiedelt aber in der Gegenwart auch andere Lebensräume. Weltweit existieren rund 160 Arten und das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Afrika über die Arabische Halbinsel und Indien bis nach China und Neuseeland. Leuchterblumen sind krautige Pflanzen, die häufig kriechende Ausläufer besitzen und als Kletter- oder Schlingpflanzen vorkommen. Sie gehören zu den sogenannten Sukkulenten. Damit werden Pflanzenarten bezeichnet, die in der Lage sind, Wasser über einen längeren Zeitraum zu speichern. Charakteristisch sind die biegsamen Stängel, an denen fleischige Blätter mit einer auffälligen Marmorierung sitzen. Die Blüten ragen meist aufrecht in die Höhe und erinnern mit ihrer lampionartigen Form an das markante Aussehen eines Kronleuchters.

Standort und Pflege:

Leuchterblumen stellen keine hohen Anforderungen an die Pflege. Die genügsamen Pflanzen bevorzugen einen hellen Standort mit direkter Sonneneinstrahlung, entwickeln sich aber auch im Halbschatten hervorragend. Trockene Heizungsluft im Wohnzimmer macht der Leuchterblume nichts aus und problemlos verträgt sie auch eine niedrige Umgebungstemperatur. Allerdings ist die Pflanze frostempfindlich und darf aus diesem Grund nicht im Freien überwintern. In der Wachstumsphase zwischen Mai und Oktober muss die exotische Topfpflanze zweimal wöchentlich gegossen werden. Flüssigdünger wird der Leuchterblume in verdünnter Form in einem 14-tägigen Rhythmus zugeführt. Lange Triebe werden optimalerweise vor Beginn der Wachstumsperiode zurückgeschnitten. Im März liegt auch der beste Zeitpunkt zum Umtopfen der Leuchterblume, sofern das Wachstum dies erforderlich macht. Handelsübliche Blumenerde mit einen hohen Anteil Sand bildet das ideale Pflanzsubstrat.

Verschiedene Arten der Vermehrung:

Leuchterblumen können auf unterschiedliche Weise vermehrt werden. Bei der Vermehrung über Triebstecklinge werden ausgewachsene Triebe mit einer Länge von 8-10 cm von der Mutterpflanze abgeschnitten. Nachdem die Schnittstellen abgetrocknet sind, kommen die Stecklinge in ein Erde-Sand-Gemisch und werden an einem hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung platziert. Etwas 7-8 Wochen vergehen, bevor sich erste Wurzeln bilden und frische Triebe zu erkennen sind. Wenn sich mehrere Triebe mit marmorierten Blättern gebildet haben, wechselt der Standort aus dem Halbschatten in die Sonne.

Eine weitere Möglichkeit der Vermehrung bieten die Brutknollen. An den Blattknoten bildet eine erwachsene Leuchterblume kleine knollenartige Verdickungen aus, die abgenommen werden können. Die Brutknollen werden wie Samen behandelt und kommen in ein Pflanzsubstrat, das aus einem Erde-Sand-Gemisch besteht. Regelmäßiges Anfeuchten der Erde vorausgesetzt, entwickeln sich nach einigen Wochen neue Triebe.

Schädlinge und Krankheiten:

Die Leuchterblume ist eine robuste, widerstandsfähige Zimmerpflanze, die selbst trockene Heizungsluft verträgt. Gefährdet sind lediglich die Wurzeln, wenn die Pflanze zu stark gegossen wird und sich Staunässe bildet. Aus diesem Grund sollte am Boden des Pflanzgefäßes eine Drainageschicht eingesetzt werden, durch die überschüssiges Wasser ablaufen kann. Unter ungünstigen Bedingungen kann es zu einem Befall mit Spinnmilben kommen. Die Anwesenheit der winzigen Schädlinge macht sich durch das Auftreten kleiner heller Flecken auf den Blättern bemerkbar. Bei starkem Befall färben sich die Blätter kupferbraun und sterben ab. Eine Reduzierung des Befalls wird mit einem gründlichen Abbrausen der Blätter unter der Dusche erreicht. Sollten sich große Kolonien der Schädlinge auf der Leuchterblume angesiedelt haben, hilft oft nur ein geeignetes Pflanzenschutzmittel, um die Plage in den Griff zu bekommen.

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