Myrte, das mediterrane Strauchgewächs

Myrte, das mediterrane StrauchgewächsDie Myrte ist eine immergrüne, strauchartige Pflanze, die im gesamten Mittelmeerraum vorkommt. In der griechischen Mythologie galt sie als Fruchtbarkeitssymbol und das ätherische Öl wird als Heilmittel eingesetzt.

Merkmale und Vorkommen der Myrte:

Die Myrte ist ein mediterranes Strauchgewächs, das eine Höhe von bis zu fünf Metern erreichen kann. Verästelungen im unteren Bereich sind meist kahl. Nur die jungen Triebe tragen kurzstielige Blätter. Charakteristisch für die Myrte sind die zahlreichen weißen Blüten, die sich zwischen Mai und August an den jungen Trieben bilden. Die verströmen einen betörenden Duft und dienten in der Vergangenheit als Brautschmuck und Heilmittel. Aus den Blüten entwickeln sich kleine blau- bis violettschwarze Beeren. Bereits in der griechischen Antike wurde die Myrte kultiviert. Sie kommt im gesamten Mittelmeerraum, auf den Kanarischen Inseln und in Zentralasien vor.

Standort für die Myrte:

In heimischen Breiten wird die Myrte als dekorative Kübelpflanze geschätzt. Die exotische Pflanze bevorzugt einen sonnigen Standort im Garten oder auf der Terrasse, der nach Möglichkeit luftig sein sollte. Idealerweise wird die Strauchpflanze vor einer südlichen oder südwestlichen Hauswand platziert, die nachts die gespeicherte Wärme an die Umgebung abgibt. Die Myrte überwintert optimalerweise in einem hellen Raum bei einer Umgebungstemperatur von 5-8 Grad.

Pflege der Myrte:

Die Myrte benötigt deutlich mehr Wasser als ein Oleander und muss auch im Winter regelmäßig gegossen werden. Am besten ist Regenwasser geeignet, da die mediterranen Pflanzen nur kalkfreies Wasser vertragen. Das Entstehen von Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, um Wurzelfäule zu verhindern. In der Wachstumsphase vom Frühjahr bis zu Herbst sollte die Myrte in einem 14-tägigen Rhythmus gedüngt werden. Flüssigdünger, der dem Gießwasser beigemischt wird, eignet sich am besten. Nach der Blüte erfolgt bei Bedarf ein Rückschnitt der Pflanze. Allerdings ist zu beachten, dass bei einem radikalen Formschnitt das Blütenwachstum im Folgejahr deutlich geringer ausfällt. Alle 3-4 Jahre sollte die Myrte umgetopft werden, um den Wurzeln genügend Platz einzuräumen.

Vermehrung der Myrte:

Die Vermehrung der Myrte ist einfach und erfolgt über Stecklinge. Für die Anzucht neuer Pflanzen können Triebe vom Rückschnitt genutzt werden. Sie werden auf eine Länge von etwa 5 cm ab Triebspitze eingekürzt und in ein Anzuchtsubstrat gesteckt. Alternativ können die Stecklinge auch in einem Wasserglas platziert werden, bis sich Wurzeln bilden. Das Pflanzgefäß bzw. Glas kommt an einen schattigen Platz, wobei darauf geachtet werden muss, dass die Umgebungstemperatur nicht unter die 18-Grad-Marke fällt. Das Wachstum der Jungpflanzen kann durch eine übergestülpte Plastiktüte beschleunigt werden.

Schädlinge und Krankheiten:

Die Myrte kann von einheimischen Schädlingen wie Schildläusen, Spinnmilben oder Blattläusen befallen werden. Ein gründliches Abbrausen der Blätter sorgt zwar für Abhilfe, ersetzt aber in der Regel nicht den Einsatz eines geeigneten Pflanzenschutzmittels. Darüber hinaus sind die mediterranen Strauchgewächse anfällig für einen Befall mit der weißen Fliege. Die Fliegen und die Larven der Insekten saugen den Pflanzensaft aus den Blättern und entziehen der Myrte Kraft. Das Auftreten von Schädlingen ist häufig auf eine zu hohe Umgebungstemperatur im Winterquartier der Myrte zurückzuführen. Das Abwerfen der Blätter liegt meist nicht an Schädlingen oder Krankheitserregern, sondern ist auf ein fehlerhaftes Gießen zurückzuführen. Zu viel oder zu wenig Wasser verträgt die Myrte nur schlecht und reagiert entsprechend.

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