Oleander, eine immergrüne, mediterrane Pflanze

Oleander, eine immergrüne, mediterrane PflanzeDer Oleander ist eine immergrüne, mediterrane Pflanze, die ihre Besitzer bei sorgfältiger Pflege den ganzen Sommer hindurch mit einer üppigen Blütenpracht belohnt. Das Holzgewächs ist im gesamten Mittelmeerraum verbreitet.

Vorkommen und Merkmale des Oleander:

Das Verbreitungsgebiet des Oleanders erstreckt sich von der spanischen Mittelmeerküste über die Côte d'Azur, Italien und Griechenland bis in die Küstenregionen des Nahen Ostens. Darüber hinaus kommen die holzigen Blütenpflanzen auf dem indischen Subkontinent und in China vor. Oleander wächst meist buschartig und besitzt schmale, dunkelgrüne Blätter mit einer Länge von 7-12 cm und einer ledrigen Oberfläche. Oft wachsen die Blätter in Dreiergruppen an den Verästelungen. Die Blüten des Oleanders besitzen fünf Blütenblätter und können in unterschiedlichen Farben erstrahlen. Das Farbspektrum reicht von Reinweiß über Rosa, Gelblich und Rot bis hin zu violetten Tönen. In heimischen Breitengraden wird die mediterrane Pflanze in Kübeln gehalten, die im Sommer im Freien platziert werden.

Standort und Überwintern:

Oleander bevorzugt in der Wachstumsphase einen warmen, sonnigen Standort unter freiem Himmel. Der Platz sollte wind- und regengeschützt sein. Die Südwand eines Hauses eignet sich am besten für die exotische Pflanze, da das Mauerwerk tagsüber Wärme speichert, die nachts wieder abgegeben wird. Die Kübelpflanze ist vergleichsweise widerstandsfähig gegenüber Temperaturschwankungen. Dessen ungeachtet kann der Oleander in mitteleuropäischen Breiten nicht im Freien überwintern. Ab einer Temperatur von -15 Grad wird die Holzstruktur des Gewächses dauerhaft geschädigt. Das optimale Winterquartier ist eine Garage oder ein Keller mit Fenstern. Die Temperatur sollte zwischen 0 und +10 Grad liegen. Gegossen wird nach Bedarf.

Pflege des Oleanders:

Im Frühling wird der Oleander im Garten oder auf der Terrasse platziert, wobei der beste Zeitpunkt in Abhängigkeit von der Witterung zwischen Mitte April und Anfang Mai liegt. In der Wachstumsphase muss der Oleander regelmäßig gegossen werden. Sobald der Wurzelballen Anzeichen von Trockenheit zeigt, wird mit einer Wasserversorgung entgegengewirkt. Regenwasser ist eher ungeeignet, da der Boden im Pflanzgefäß übersäuern kann und der Oleander mit Mangelerscheinungen reagiert. Besser geeignet ist kalkhaltiges, abgestandenes Wasser. Die Zugabe von Dünger ist in den Sommermonaten unerlässlich, da die mediterranen Pflanzen in dieser Zeit einen hohen Nährstoffbedarf haben. Am besten eignet sich Langzeitdünger, der in richtiger Dosierung in die Pflanzerde eingebracht wird.

Vermehrung des Oleanders:

Oleander lässt sich leicht und unproblematisch über Stecklinge vermehren. Zu diesem Zweck werden Triebe vom Rückschnitt in ein Glas Wasser gestellt oder einfach in die Erde gesteckt. Sobald die Stecklinge Wurzeln gebildet haben, werden sie in ein Pflanzgefäß gesetzt und je nach Bedarf umgetopft.

Schädlinge und Krankheiten:

Der Oleander ist eine robuste Pflanze, die nur selten von Schädlingen oder Krankheiten befallen wird. Spinnmilben, Wollläuse, Schildläuse und Blattläuse befallen die exotischen Pflanzen meist während der Überwinterungsphase. Eine regelmäßige Kontrolle sollte aus diesem Grund im Winter stattfinden. Zu den Pilzerkrankungen gehören die Trockenfäule und der Grauschimmel. Während der Befall mit Grauschimmel vergleichsweise harmlos ist, kann Trockenfäule schlimmstenfalls zu einem Absterben der Pflanze führen. Braun gefärbte Stellen an den Trieben deuten auf die Pilzerkrankung hin. In diesem Fall muss der Oleander radikal bis auf das gesunde Holz zurückgeschnitten werden, um eine Ausbreitung der Trockenfäule zu verhindern.

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