Paradiesvogelstrauch (Caesalpinia gilliesii)

Paradiesvogelstrauch (Caesalpinia gilliesii)Der Paradiesvogelstrauch gehört zur Unterfamilie der Johannisbrotgewächse und wird in mitteleuropäischen Breiten als Zierpflanze im Kübel gehalten. Ihren Namen verdankt die exotische Pflanze den zauberhaften, doldenartigen gelben Blüten, die von scharlachrot gefärbten Staubfäden umringt werden. Die Blütenpracht ist dem auffälligen Gefieder eines Paradiesvogels nicht unähnlich.

Verbreitungsgebiet und Merkmale

Der Paradiesvogelstrauch gehört zur Gattung der Caesalpinien, die in den subtropischen und tropischen Regionen der Erde beheimatet sind. Die als Samen erhältlichen Art Caesalpinia gilliesii stammt vorwiegend aus Südamerika und hat in Argentinen und Uruguay die größten Verbreitungsgebiete.

Ein charakteristisches Merkmal des Paradiesvogelstrauches sind die traubenartigen gelben Blüten, die von roten Fäden umringt werden. In der Kombination beider Blütenteile ergibt sich ein faszinierender Kontrast. Das Blattlaub ist gefiedert, wobei die Blätter an Kurztrieben ausgebildet werden. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet. In seinem natürlichen Lebensraum bildet der Paradiesvogelstrauch einen Stamm aus und wird bis zu drei Meter hoch. In heimischen Gefilden erreicht die Kübelpflanze eine maximale Wuchshöhe von 1-2 m.

Anzucht

Die Anzucht des Paradiesvogelstrauches aus Samen ist innerhalb geschlossener Räume ganzjährig möglich. Die Samen besitzen eine harte Hülle, die vor der Aussaat durch ein 24-stündiges Wässern geschmeidiger gemacht werden sollte. Anschließend werden die Samen in Anzuchterde platziert und mit einer etwa 1 cm dicken Erdschicht bedeckt. Die optimale Temperatur zum Keimen liegt zwischen 23 und 26 Grad. Durch Abdecken der Pflanzgefäße mit einer Folie entsteht ein feuchtwarmes Umgebungsklima, das die exotischen Pflanzen lieben. Nach rund sieben Tagen beginnen die Samen zu keimen und es sprießen erste Triebe aus der Anzuchterde.

Pflege und Standort

Der Paradiesvogelstrauch ist ein pflegeleichter Exot, obwohl die Pflanze nicht winterhart ist. Die Haltung in Mitteleuropa erfolgt ausschließlich als Kübelpflanze. Ab Mai kann der Paradiesvogelstrauch an einem warmen, geschützten Ort unter freiem Himmel platziert werden. Die Pflanze verträgt volle Sonne. Optimal geeignet ist ein Standort an der Südseite einer Wand oder Mauer. Sonnenbeschienene Sandstein- oder Klinkermauern speichern tagsüber die Wärme und geben sie nachts an die Umgebung ab. Davon profitiert der Paradiesvogelstrauch, da in die Nächte in heimischen Breiten auch im Hochsommer empfindlich kühl werden können.

Die Vegetationsphase des Paradiesvogelstrauches beginnt im März. Sobald die Pflanze die ersten Triebe ausgebildet hat, muss sie regelmäßig gegossen werden. Staunässe ist dabei zu vermeiden. Optimalerweise kann die Erde zwischen den einzelnen Wassergaben abtrocknen. In dieser Hinsicht ähnelt das Gießverfahren der Bewässerung von Zitruspflanzen. Der ideale Zeitpunkt zum Gießen liegt in den Morgenstunden. Es kann sowohl Regenwasser als auch temperiertes Leitungswasser zum Bewässern genutzt werden. Gedüngt wird mit einem handelsüblichen Balkonpflanzen- oder Kübelpflanzendünger im Zeitraum zwischen Mai und August.

Überwintern

Im Herbst wirft der Paradiesvogelstrauch das Laub ab und reagiert damit auf die kommenden Wintermonate. Diese Eigenschaft macht die Überwinterung der exotischen Pflanze einfach. Sie benötigt keinen hellen Standort, sollte aber kühl bei einer Temperatur von maximal 8 Grad überwintert werden. Durch das Fehlen der Blätter reduziert sich der Wasserbedarf während der kalten Jahreszeit auf ein Minimum. Gegossen wird zwischen Oktober und März äußerst sparsam. Ein zeitlich begrenztes Absinken der Außentemperatur unter den Gefrierpunkt schadet dem Paradiesvogelstrauch nicht. Allerdings sollte die subtropische Pflanze nicht über einen längeren Zeitraum Minustemperaturen ausgesetzt werden.

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