Passionsblume (Passiflora)

Bei Passionsblumen handelt es sich um Wärme liebende PflanzenPassionsblumen gehören einer artenreichen Pflanzengattung mit dem Namen Passionsblumengewächse an. Charakteristisch sind die faszinierend schönen Blüten. Bekannt sind über 500 Arten an Passionsblumen und zahlreiche durch Züchtung entstandene Sorten, die als Hybride bezeichnet werden. Dazu gehört unter anderem die Passiflora x piresii, die leuchtende Blüten in einem tiefen Orangerot ausbildet.

Vorkommen und Merkmale

Bei Passionsblumen handelt es sich um Wärme liebende Pflanzen, die vorwiegend in den tropischen und subtropischen Regionen Mittel- und Südamerikas beheimatet sind. Darüber hinaus kommen die Exoten auf Madagaskar, in Südostasien und in den tropischen Regenwaldgebieten Australiens vor. Rund 60 Arten bilden essbare Früchte aus, die als Maracuja oder Passionsfrucht in den Handel gelangen.

In heimischen Breitengraden werden Passionsblumen als Zierpflanzen in Kübeln oder vergleichbaren Gefäßen gehalten. Sie wachsen in der Regel als Kletterpflanzen und benötigen ein Gitter als Rankhilfe. Die Laubblätter sind wechselständig. Passionsblumen erreichen als Kübelpflanze eine Höhe von mehreren Metern. Die auffälligen orangeroten Blüten der Passiflora x piresii können einen Durchmesser von bis zu 18 cm erreichen. Die Blüten bestehen aus mehreren Kronblättern, die von einem fadenförmigen Strahlenkranz umgeben sind. Im Zentrum der Blüte stehen aufrecht die fünf Staubblätter und drei Narben. Gläubige Christen sahen in der Passionsblume ein Symbol für die Marterwerkzeuge Christi: Nägel, Dornenkrone und Wundmale. Dieser Interpretation verdankt die exotische Pflanze ihren Namen.

Standort und Pflege

In der Hauptwachstumsphase zwischen Frühjahr und Herbst benötigen Passionsblumen einen hellen, sonnigen Standort. Ist der Standort zu schattig, bildet die Pflanze nur kümmerliche Blüten aus. An einer windgeschützten Südwand ist die Kübelpflanze den Sommer über bestens aufgehoben. Wichtig ist, dass die Erde stets feucht gehalten wird, ohne dass sich in der Auffangschale Staunässe bildet.

Von März bis August haben Passionsblumen einen erhöhten Wasserbedarf. Gegebenenfalls müssen die Pflanzen zweimal täglich gegossen werden. Einmal in der Woche sollte dem Gießwasser ein handelsüblicher Flüssigdünger hinzugefügt werden. Das Umtopfen erfolgt nach Bedarf in einem ein- bis dreijährigen Rhythmus. Ende Februar/Anfang März ist der richtige Zeitpunkt für das Umtopfen. Bei optimaler Pflege können die Kletterpflanzen eine Höhe von bis zu vier Metern erreichen.

Überwintern

Die kalte Jahreszeit verbringen Passionsblumen im Winterquartier. Der Standort sollte hell und trocken sein. Optimal geeignet ist eine Temperatur zwischen 5 und 12 Grad. Der Wurzelballen muss bei den tropischen Gewächsen auch im Winter stets feucht gehalten werden. Regelmäßiges Gießen gehört demzufolge zum Pflichtprogramm für Hobbygärtner. Unabhängig von der Beachtung aller Pflegehinweise kann es im Winter zu einem stärkeren Austrocknen der Pflanze kommen. Dies ist bei Passionsblumen normal und sollte nicht überbewertet werden.

Vermehrung

Passionsblumen werden entweder über Samen angezogen oder durch das Aussetzen von Kopfstecklingen vermehrt. Die Aussaat erfolgt in einem nährstoffarmen Pflanzsubstrat. Mit einer dünnen Schicht Erde wird der Samen bedeckt. Da die Keimtemperatur bei 24 bis 27 Grad liegt, muss ein warmer Standort gewählt werden. Bei der Vermehrung über Kopfstecklinge muss darauf geachtet werden, dass die Umgebungstemperatur die 20-Grad-Marke nicht unterschreitet und der Standort hell ist. Beschleunigt wird der Vorgang durch den Einsatz eines Wurzelhormons.

Schädlinge und Krankheiten

Verwelkende Blätter zu Beginn des Winters deuten bei der Passionsblume nicht zwangsläufig auf eine Krankheit oder einen Schädlingsbefall hin. Überwintert die Kübelpflanze an einem zu warmen Standort, kann es zu einem Befall mit Wollläusen kommen. Im Sommer treten gelegentlich Spinnmilben auf, wenn die Passionsblume an einem zu trockenen Standort platziert wird. Ein deutliches Anzeichen für Nährstoffmangel oder einen zu trockenen Boden ist das Abwerfen einzelner Blütenknospen.

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