Tillandsien, Bromeliengewächse

Tillandsien, BromeliengewächseTillandsien sind Bromeliengewächse, die sich an die unterschiedlichsten Lebensräume angepasst haben. Sie sorgen für ein exotisches Flair im Wohnzimmer oder Wintergarten und benötigen nur wenig Pflege.

Verbreitung und Merkmale

Die Gattung der Tillandsien umfasst rund 550 Arten, die sich den unterschiedlichsten Lebensbedingungen angepasst haben. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Süden der Vereinigten Staaten bis nach Feuerland im äußersten Süden Südamerikas. Zu den Lebensräumen der Exoten gehören heiße Sandwüsten ebenso wie tropische Regenwälder, steinige Trockentäler und immergrüne Nebelwälder. Selbst in Höhenlagen von mehr als 4.000 m sind einige Arten heimisch. Bei zahlreichen Arten sind die farbenprächtigen Blütenstände ein charakteristisches Merkmal. Oft haben die Pflanzen lange, spitz zulaufende Blätter.

Formen der Tillandsien

Grundsätzlich wird zwischen grünen, weißen und grauen Tillandsien unterschieden. Grüne Tillandsien besiedeln vornehmlich die Nebelwälder Südamerikas und benötigen ein kühles, feuchtes Klima zum Wachstum. Die Pflanzen leben meist im Schatten der Bäume oder besiedeln die unteren Baumetagen. Graue Tillandsien benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit und vertragen eine intensive Sonneneinstrahlung. Ihr Lebensraum sind felsige Regionen und die oberen Etagen der Wälder. Weiße Tillandsien kommen vor allem in den Hochlagen der Gebirge vor, wo sie zwischen Felsen, Sand und Geröll und auf Kakteen gedeihen.

Standort und Pflege

Generell fühlen sich Tillandsien an einem hellen Standort auf der Fensterbank am wohlsten, wobei darauf geachtet werden sollte, dass die exotischen Gewächse nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Darüber hinaus sind häufige Standortwechsel mit unterschiedlichem Lichteinfall zu vermeiden. Die Umgebungstemperatur sollte die Marke von 17 Grad nicht unterschreiten und es sollte eine ausreichende Luftfeuchtigkeit vorhanden sein. Tillandsien sind pflegeleichte Pflanzen und müssen nur selten gegossen werden. Als Zierpflanzen in der Wohnung bilden sie nur schwache Wurzeln aus und nehmen die meiste Feuchtigkeit über die Blätter aus der Luft auf. Je nach Art und Form sollten die Blätter bis zu dreimal wöchentlich mit entkalktem Wasser besprüht werden.

Vermehrung von Tillandsien

Tillandsien gehören zu den Bromeliengewächsen und können wie alle Vertreter dieser Pflanzenfamilie auf zwei unterschiedlichen Wegen vermehrt werden. Die Vermehrung über Samen ist ein Geduldsspiel und es werden mehrere Pflanzen der gleichen Art benötigt, da Bromelien nicht selbstbefruchtend sind. Die Blüten müssen bei Zimmerkulturen von Hand bestäubt werden. Die zweite Art der Vermehrung erfolgt über sogenannte Ableger oder Kindel. Dabei handelt es sich um Jungpflanzen, die nach der Blüte am Stamm der Mutterpflanze sprießen. Die Ableger werden abgeschnitten oder einfach vom Haupttrieb gelöst und werden anschließend in ein Pflanzsubstrat gesteckt.

Krankheiten und Schädlinge

Tillandsien sind vergleichsweise resistent gegen Krankheiten und Schädlingsbefall. Die größten Gefahren drohen der Pflanze durch eine fehlerhafte Pflege und einen unsachgemäßen Transport. Verfärbte und vertrocknete Blätter sind in der Regel auf diese Ursachen zurückzuführen. Wichtig ist, dass beim Besprühen der Blätter nur kalkarmes Wasser verwendet wird, das mindestens Zimmertemperatur hat. Zeigen Tillandsien trotz regelmäßiger Wasserversorgung Anzeichen von Austrocknung, kann eine Überprüfung der Lichtverhältnisse und der Umgebungstemperatur Abhilfe schaffen. Gegebenenfalls muss ein Standortwechsel in Erwägung gezogen werden. Auf einen Pilz- oder Parasitenbefall können kleine helle Webgespinste auf der Blattoberfläche, Fraßlöcher, punktförmige Beläge oder ein modriger Geruch hindeuten. Handelsübliche Pflanzenschutzmittel sorgen in diesen seltenen Fällen von Schädlingsbefall für Abhilfe.

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