Zylinderputzer (Callistemon laevis)

Zylinderputzer (Callistemon laevis)Zylinderputzer ist ein Myrtengewächs, das in den tropischen und subtropischen Regionen Australiens beheimatet ist. Den außergewöhnlichen Namen verdankt die Pflanze der Blütenform, die an eine Reinigungsbürste erinnert. Früher wurden derartige Bürsten zum Säubern der Gaszylinder von Gas- und Petroleumlampen verwendet.

Vorkommen und Merkmale

Zylinderputzer stammen aus Australien und kommen vermehrt im Osten und Südosten des Kontinents vor. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Tropen bis in die gemäßigten Breiten. In ihrer Heimat werden die Pflanzen bis zu sechs Meter groß. Als Kübelpflanze kommt der Zylinderputzer maximal auf eine Wuchshöhe von zwei Metern. In der Regel wächst die exotische Pflanze aufrecht in die Höhe und bildet nur vereinzelt Verzweigungen aus.

Das hervorstechende Merkmal des Zylinderputzers ist der auffällige Blütenzylinder, der bei der Sorte Callistemon laevis feurig-rot gefärbt ist. Die Form der Blüte erinnert an eine Flaschenbürste. Die Blüte erreicht eine Länge von bis zu 10 cm. Die Laubblätter stehen wechselständig am Stängel und besitzen eine grau-grüne Färbung. Da sie viele ätherische Öle enthalten, sondern sie beim Zerreiben einen intensiven, aromatischen Duft ab. Dass der Zylinderputzer ein Meister der Anpassung an seinen natürlichen Lebensraum ist, zeigt sich an den harten Fruchtkapseln. Oft bleiben sie jahrelang verschlossen und öffnen sich erst bei starker Hitzeeinwirkung – eine Folge der häufig auftretenden Buschbrände in der australischen Heimat.

Standort und Pflege

Der Zylinderputzer bevorzugt im Sommer einen hellen, sonnigen Standort. Auch mit trockener Zimmerluft kommt die robuste Zierpflanze gut zurecht. Im Winter sollte ein heller Standort gewählt werden, an dem die Umgebungstemperatur zwischen 5 und 10 Grad liegt. Die Pflanze verträgt zwar auch höhere Temperaturen im Winter, doch fällt die Blüte im Folgejahr meistens weniger üppig aus. Die Erde darf im Winter nicht vollständig austrocknen

Zylinderputzer ist ein Myrtengewächs und bevorzugt kalkarme Böden. Aus diesem Grund sollten Sie einen Wasserenthärter benutzen, wenn Sie mit Leitungswasser gießen. Im Sommer benötigt die Pflanze deutlich mehr Wasser als im Winter. Gedüngt wird in einem 14-tägigen Rhythmus von April bis August. Bei der Auswahl des Düngers ist darauf zu achten, dass er keinen Kalkanteil enthält. Sofern ältere Exemplare umgetopft werden müssen, sollte dies im zeitigen Frühjahr erfolgen. Die Pflanzen können stark zurückgeschnitten werden, damit sie eine gleichmäßige Wuchsform entwickeln.

Vermehrung

Die Vermehrung der Zylinderputzer erfolgt über Stecklinge. Am besten eignen sich frische oder leicht verholzte Triebe, die an einem halbschattigen Standort in die Anzuchterde gesteckt werden. Bei einer Umgebungstemperatur von rund 20 Grad bilden sich nach 4-5 Wochen die ersten Wurzeln. Die Jungpflanzen brauchen viel Licht und müssen regelmäßig gewässert werden. Zur Aussaat nutzen Sie den im Handel erhältlichen Samen oder eine trockene Samenkapsel einer eigenen Pflanze. Letztere brechen Sie auf und entnehmen die Samenkörner. Anschließend säen Sie diese in luftdurchlässiger Anzuchterde aus.

Schädlinge und Krankheiten

Zylinderputzer werden selten von Krankheiten heimgesucht oder von Schädlingen befallen. Wie bei allen Kübelpflanzen kann ein zu warmer Standort im Winter zum Befall mit Schildläusen führen. Ein Befall ist an der Ausbildung bräunlicher Buckel an der Blattunterseite zu erkennen. Kalkhaltige Böden führen zu einer Gelbfärbung und einem Abfallen der Blätter. Grundsätzlich sorgt der hohe Gehalt an ätherischen Ölen in der Pflanze für eine vergleichsweise hohe Resistenz gegen Schädlingsbefall und Pilzkrankheiten.

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